Bayerischer Pfahl ...

 
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Achat des Monats:
Mai 2020
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Achate vom bayerischen "Pfahl"

 

 

Schottergrube bei Neukirchen-Balbini

Schottergrube mit Pfahl-Quarz, die zur Stadt Neukirchen-Balbini gehört   Foto: Heiko Bethke, 2007 

 

Der "Pfahl" ist ein bedeutendes Naturdenkmal und wird häufig als Quarzmauer oder Quarzriff bezeichnet. Er besteht zu ca. 98% aus Quarz (Siliziumdioxid) und tritt teilweise an der Erdoberfläche aus. Nachdem unsere Landschaft durch die Millionen von Jahren andauernde Erosion abgetragen wurde, blieb der massivere Quarz als Härtling stehen. Er verläuft von Nabburg in der Oberpfalz bis nach Linz in Oberösterreich und erstreckt sich auf einer Länge von fast 150 km. Er erreicht eine Breite von wenigen Metern bis über 100m und stellt ein quarzverfülltes Fieder,- und Scherspaltensystem dar, das vor rund 250 Mio. Jahren entstanden ist. 

Der Quarz wurde früher zu Schottern für Wege,- und Strassenbau abgebaut. Wegen des hohen Eisengehaltes fand er jedoch nur selten Anwendung als Glasbildner in der Industrie. Quarz wird heute verschiedentlich wirtschaftlich genutzt, wenn man an die Chipherstellung und Stromerzeugung durch Sonnenenergie denkt. An seinen schönsten Stellen wurde der Pfahl unter Naturschutz gestellt.

Auch für den Achatsammler bietet der Pfahl kleine Fundmöglichkeiten. Im Bereich NW von Roding sind im Pfahl Quarzbrekzien und Achate zu finden. Es sollen früher auch in einem Steinbruch bei Miltach-Altrandsberg, am Pfahl, Achate gefunden worden sein.

 

Pfahl 9 cm

"Pfahlquarz" mit brekzierten Achatlagen aus einer Schottergrube, die zur Stadt Neukirchen-Balbini gehört, Bildbreite 9 cm 

 

Im Bild rechts: Achat vom bayerischen Pfahl, Bildbreite 12 cm

Pfahl 10 cm

Pfahl-Achat,5 cm

Achat vom Pfahl mit 5 cm Grösse

 

Pfahl-Achat 7 cm

Rosa gebänderter Pfahl-Achat,  7 cm

 

Pfahl-Achat  10 cm

                         Bildbreite 10 cm

 

Pfahl-Achat 5 cm

Rissiges Stück mit grünlicher Chromilliteinlagerung unten, 5 cm

 

 Pfahl-Achat 8 cm

Fund mit einer Breite von 8 cm

 

Pfahl 10 cm

Achat und Brekzienstück vom Pfahl, BB 10 cm, Slg. Dr.Gerhard Eigler, Nittenau

 

Literaturhinweise: 

Albrecht, F: Der Pfahl im Bayerischen Wald. Der Aufschluss, Jg.7, Nr.4,1956, S.74-77.

Schoepf, H.: Die Quarzmauer des Pfahls im Bayerischen Wald. Der Aufschluss, Sonderband 6, 1957, S.89-91.

Schoepf, H.: Die Quarzmauer des Pfahls am Bayerischen Wald. Der Aufschluss, Sonderband 16,1967, S.213-14.

Schmeltzer, H.: Mineralien-Fundstellen Bayern, Band 2, Christian Weise Verlag, MÜnchen, 1977, S.114, 174-176 

Habel, A. & Habel, M.: Zehn interessante Fundstellen in Ostbayern. Mineralien-Welt, Jg.2, Nr.1,1991, S.29-33.



 
 
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© 2006 by Heiko Bethke