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Achat des Monats:
Mai 2020
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Achat und Jaspis aus Lenau

Steinbruch Lenau 
 

Blick vom Steinbruch

Blick oberhalb vom Steinbruch aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der verwachsene Bruch wurde im Winter/Frühjahr 2011 von der Vegetation weitgehend befreit und präsentiert sich momentan sehr offen.

Steinbruch Lenau April 2009

                                                                                  Foto: Heiko Bethke 2009

Der kleine, aufgelassene und verwachsene Rhyolithbruch von Lenau bei Kulmain im April 2009.

Der Steinbruch steht unter Naturschutz obwohl ein Hinweisschild nicht mehr vorhanden ist. Dies ließ Lehrer und Rektor Friedrich Müller (1923-2003) von der Steinfachschule Wunsiedel veranlassen. Ihm haben wir es zu verdanken, dass die Rhyolithkuppe von Lenau heute noch existiert, denn man wollte ihn im Zuge der Flurbereinigung einebnen.

Der Rhyolith von Lenau entstand etwa zeitgleich mit dem Vorkommen von Erbendorf-Schadenreuth im Rotliegenden und liegt entlang der geologischen Störungszone, der "Fränkischen Linie."

 

In der Literatur wird Lenau von ein paar Ausnahmen abgesehen, als Jaspisfundstelle geführt. Jedoch kamen hier auch kleine, schön gezeichnete, farbige Achate vor. Auch auf den wenigen umliegenden Feldern und im Steinbruch konnte mit Ausdauer Jaspis und Achat gefunden werden. Besonders bei Flurbereinigungsmaßnahmen konnten auf den Feldern schöne Stücke gefunden werden. Im weiteren Verlauf der Flurbereinigung wurden diese offenliegenden Fundpunkte wieder mit Erdreich überdeckt und sind heute leider nicht mehr auffindbar.

Die Fundstelle gilt als erloschen, jedoch werden gelegentlich geringe Funde von Jaspis und sehr selten Achat auf den wenigen, zugänglichen Feldern gemacht. Allgemein gelangten leider nur sehr wenige Achate in die Sammlungen. Selbst im Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel ist nur Jaspis von Lenau zu sehen, Achate fehlen gänzlich. Dies lag wohl an der wenigen Literatur und Informationen, die über die Fundstelle berichteten.

 

 

Lenau 4 cm

Mugelig geschliffener Achat, Bildbreite 4 cm

 

Lenau 6 cm

Festungsachat, Bildbreite 6 cm

 

Lenau 4 cm

Festungsachat in Rottönen, Bildbreite 4 cm

unten links im Bild eine Pseudomorphose

Lenau 3,5 cm

Kleiner Achat in einer  Rhyolithkugel, 3,5 cm

 

Achat Lenau 6 cm

Gelblich- und roter Achat aus Lenau, BB 6 cm

 

Jaspis Lenau 8 cm

Typisch flammiger Jaspis von Lenau. In der Mitte

verläuft ein Eisenerzgang (grau), BB 8 cm

 

 

 Lenau 15 cm

Jaspis/Achatstück aus dem Fund von 2008 von Thomas Müller,

Marktleuthen und Klaus Heinl, Groschlattengrün, BB 15 cm 

 

 Bildausschnitt  2 cm

Bildausschnitt des links abgebildeten

Stückes, Bildbreite 2 cm

 

 

Lenau Bildausschnitt

Ein weiterer Bildausschnitt des oberen Stückes, BB 2 cm

 

Lenau 6 cm

Rauchquarz-Xenolith im Rhyolith, BB 6 cm

 

Lenau 7,5 cm

In drei Farbzonen gefärbter Achat

in einer Rhyolithkugel, BB 7,5 cm

 

Kleiner Achat,  2cm

 

Kleiner Achat mit Eisenerz  (grau) aus dem Steinbruch

Lenau, Bildausschnitt 2 cm Fund: W. Kasseckert, Immenreuth

 

Lenau 10 cm

Auch grüner Jaspis kam in Lenau vor, Bildbreite 10 cm.  

 

Lenau 6 cm

Jaspis/Achat-Fundstück aus der

Zeit der Flurbereinigung, BB 6 cm

 

 

Litraturhinweise:

Gümbel, Carl-Wilhelm: Geognostische Beschreibung des Königreichs Bayern, Band 2, Nachdruck, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, 1998, S.420 

Heinl, Klaus & Müller Thomas: Lapis Magazin, Februar 2008, S. 28, Achat und Jaspis aus der nördlichen Oberpfalz

Müller, Friedrich: Bayerns steinreiche Ecke, Oberfränkische Verlagsanstalt und Druckerei GmbH, Hof (Saale), 1979 

Schmeltzer, H.: Mineralien-Fundstellen Bayern, Band 2, Christian Weise Verlag, München, 1977, S.153 

 



 
 
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© 2006 by Heiko Bethke